Die Geschichte von „Labská bouda“ beginnt im Jahr 1830, wann eine unternehmungslustige Frau, „die Blasse" genannt, eine kleine Bude aus Stein, Rinde und Reisholz gebaut hatte, in der sie Ziegekäse, Milch und Schnaps verkaufte. Die späteren Besitzer, Familien Devát und Šíra aus Rokytnice nad Jizerou, erweiterten das ursprüngliche primitive Gebäude so, dass es den Gästen auch Unterkunft bot. In den Jahren 1878-1879 baute der Graf Jan Harrach die Bude um und erweiterte sie noch durch weitere Anbauten in den Jahren 1888-1889. Im Jahr 1904 errichtete er hier das erste Naturreservat im Riesengebirge. „Labská bouda“ war sehr beliebt. Die Gäste konnten hier Riesengebirgssauersuppe, Thüringer Klöße mit Grieben und Kraut und das direkt im Objekt gebackene Brot verschmausen. Seit dem Jahr 1934 war Bedřich Hloušek der Mieter, ein bedeutender Bergliebhaber und Patriot, dessen Leben nach der Festnahme durch Gestapo beendet wurde. Später hat sich Josef Zapadlo das Objekt vermietet. Am 6. 11. 1965 brannte die Bude wegen der unvorsichtigen Handhabung der Handwerker mit einer Benzinlampe nieder. Der Grundstein des neuen Baus wurde am 12. 6. 1969 gelegt. Die heutige „Labská bouda“ wurde durch Konstruktiva Praha nach dem Projekt von Dipl. Ing. Arch. Zdeněk Řihák aus der Staatlichen Projektanstalt in Brno ausgebaut. Für die Öffentlichkeit wurde sie am 15. 11. 1975 geöffnet. Bis 1996 wurde sie durch „Krkonošské hotely – státní podnik“ (Riesengebirgshotels – Staatsunternehmen) betrieben. Im Oktober 1996 wurde die „Labská bouda“ im Rahmen der großen Privatisierung einem Privatunternehmer verkauft. Sie wurde umfangreich rekonstruiert und im Jahr 2004 kommt es zu ihrer vollen Wiedereröffnung.